•  
  •  

KANINCHENHALTUNG

Kaninchenhaltung als sinnvolle, lebendige Freizeitbeschäftigung


1. Freude und Spass durch Kaninchenhaltung
Kaninchenhaltung bringen die heranwachsende Generation in Kontakt mit der Natur. Unsere Kinder leben ja längst nicht mehr in einer bäuerlichen Umgebung. Andererseits hat die Freizeit in einem früher für unvorstellbar gehaltenen Ausmass zugenommen.
Da bietet sich die Kaninchenhaltung dem Interessierten jeden Alters als sinnvolle Freizeitbeschäftigung an.

Ein Kaninchenhalter wird später kaum einen "Pensionsschock" erleiden!

In der Betätigung der Kaninchenhaltung kann der Mensch kreativ sein und die Tiere umhegen und umsorgen. Kaninchenhaltung ist auch eine körperliche und geistige Beschäftigung. Und man ist dabei viel draussen an der frischen Luft. Denn bei jedem Wetter müssen die Tiere versorgt werden. Sie verdanken diesen Einsatz mit ihren Luftsprüngen und dem Tanzen in der Luft.

Jede Rasse benötigt eine den Tierschutznormen entsprechende Haltung!
Riesenkaninchen sind "Könige der Kaninchenzucht". Aber ein solcher "Aristokrat" braucht entsprechend Platz und Futter.
Doch auch für Zwergkaninchen, die sehr die Bewegung lieben, sind "Miniwohnungen" fehl am Platz.

Eine weitere Frage gilt der zur Verfügung stehenden Zeit. Hier prüfe man sich gewissenhaft, ob man täglich Zeit hat, sich mit den Tieren zu beschäftigen. Futter holen und eigener Futteranbau können viel Zeit kosten.

Eine wichtige Frage, die unbedingt vor der Anschaffung der Tiere gelöst sein muss, ist deren Betreuung während der Abwesenheit des Züchters. Wenn er verreist oder ins Krankenhaus muss?
Wer versieht die Zuchtanlage im Urlaubsfall?

Zum Tierbezug noch einige Tipps. Man sollte nie mehr Tiere halten, als man auch richtig ernähren kann.
Eine Zucht beginne man "klein", d.h. mit einer Rasse und einem Farbenschlag. Die Ausgangstiere sollte man nur von einem renommierten Züchter beziehen, damit die Nachzucht aus einem schon erblich gefestigten Stamm kommt und nicht "ein Kreuzungsexperiment" wird. Wer ein Rassetier erwirbt, kennt normalerweise die zu erwartende Leistung und Grösse.
Zudem sollte man nicht überteuerte Tiere kaufen. Von höchster Bedeutung ist es, nur völlig gesunde Kaninchen zu erwerben.


2. Haltungsvoraussetzungen
Selbstverständlich wollen wir mit diesem Beitrag für die Kaninchenhaltung  und -zucht werben. Es wäre aber unehrlich, den Anfänger und Laien darüber im Unklaren zu lassen, was mit der Tierhaltung, auch im bescheidenen Rahmen, auf ihn zukommt.

Zumindest muss nach dem Tierschutzgesetz ein jedes Tier als Mitgeschöpf betrachtet werden, dessen Leben und Wohlbefinden zu bewahren sind. Daher dürfen einem Tier grundlos keine Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden. Natürlich müssen alle Tiere demzufolge auch artgerecht (rassegerecht) und ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten, untergebracht, ernährt und gepflegt werden. Der Kaninchenfreund ist also für eine entsprechende Haltung verantwortlich, wird aber selbstverständ-lich ohnehin als Tierfreund und Rassezüchter dafür sorgen, dass seine Tiere sich bei ihm in bester Obhut befinden.

Die erste Frage, die man sich stellen muss, ist folgende: Habe ich die nötige Zuneigung zum Tier, damit die Anschaffung von Kaninchen nicht infolge nur anfänglicher Begeisterung zur "Eintagsfliege" wird? Man sollte sich da ehrlich prüfen. Über welche Erfahrungen im Umgang mit Tieren verfüge ich?

Der zukünftige Züchter muss ausserdem bedenken, dass auf jeden Fall die ganze Familie von diesem Hobby "mitbetroffen" wird. Das zeigt sich sowohl im Freizeitverbrauch wie an den Kosten. Es ist zu empfehlen, nur mit wenigen Tieren eine Zucht zu beginnen, damit man zuerst einmal Erfahrungen sammeln kann.

Interessante Links: www.kaninchen-haltung.com
Kaninchenhilfe: www.bunnyhilfe.de/aufzucht/kaninchenbabies.php


3. Die Rassezucht
 Während die Naturrassen noch den Wildformen sehr ähnlich sehen, können sich die   Kulturrassen sehr weit von der Wildform entfernt haben. Als Rasse bezeichnet man eine   Tiergruppe, die in ihren äusseren Erscheinungsmerkmalen (Phänotyp) und in ihrer   Leistungsfähigkeit weitgehend übereinstimmt und diese Merkmale bei rassenechter   Verpaarung auch an ihre Nachkommen weitergibt, also auch vom Erbtyp (Genotyp) her   gesehen, eine geschlossenene Einheit bildet. Durch diese Rassekennzeichen   unterscheidet sich diese Gruppe von anderen Gruppen und Typen derselben Art.   Phänotyp  und Genotyp stimmen hierbei weitgehend überein. Allerdings kann man nicht   immer wissen, ob dies hundertprozentig der Fall ist. Meist weichen sie ein wenig   voneinander ab. Eine Rasse kann dadurch auch verbessert werden, dass nicht alle Gene   vom Vater- oder Muttertier völlig gleichgerichtet sind. Tatsächlich sind manche Rassen in Wirklichkeit jedoch "Bastardformen". So können z.B. Marder oder Punktschecken nicht rein gezüchtet werden, vielmehr ist hier das spalterbige Tier das "Rassetier". Dies findet man auch bei anderen Haustierrassen wie etwa Hühnern.

Nun kann man zweifellos auch an einem schönen "Mischlingskaninchen" dieselbe Freude haben wie an einem kostbaren Rassetier. Daher ist die Frage berechtigt, warum man überhaupt in Rassen weiterzüchten soll. Dazu ist grundsätzlich zu sagen, dass das Zuchtergebnis mit Mischlingskaninchen spalrerbig ist. Aber diese Aufspaltung ist vorher gar nicht oder nur bedingt vorauszusagen. Es lassen sich also keineswegs Leistungs- oder Schönheitsmerkmale in der Nachzucht ohne weiteres festigen. Solche Tiere "mendeln aus". Somit lassen sich kaum befriedigende Ergebnisse erziehlen, weder nach der einen noch nach der anderen Seite hin. Man erhält allenfalls "Gebrauchskreuzungen" mit denen man kaum weiterzüchten kann. wer ernsthaft züchten will, kann dies nur mit Rassekaninchen tun. Bei ihnen sind durch jahrzentelange Zuchtarbeit die Erbwerte soweit gefestigt, dass die Nachkommenschaft in hohem Masse den Eltern in allen Eigenschaften ähnelt, also in Bezug auf Widerstandskraft, Frohwüchsigkeit und Futterausnutzung sowie im Aussehen. Dabei muss man sich darüber im Klaren sein, dass es keine "beste" Rasse geben kann. Denn was dem einen Züchter besonders gefällt, kann auf Grund eines völlig anderen Anspruchs und Geschmacks dem nächsten Züchter gleichgültig sein.

​​​​​​​​​​​​​​

Die Rassekaninchenzucht sollte man, wie bereits erwähnt, nur mit einer Rasse und einem Farbschlag beginnen und keinesfalls von Jahr zu Jahr wechseln. Nur Beharrlichkeit bringt züchterischen Erfolg. Es ist auch besser, mit wenigen, durchgezüchteten Tieren "aus einer Hand" zu beginnen, als sich von verschiedenen Züchtern die Ausgangstiere für die eigene Zucht zu besorgen. Man kann ja nicht im Voraus wissen, wie diese später zusammenverpaart aufspalten. Den grössten Fehler begeht ein Anfänger dann, wenn er der Meinung ist, dass teuer an den Ausstellungen zusammengekaufte und hochbewertete Tiere auch eine gute Nachzucht ergeben müssten. Man kann zwar ausnahmsweise einmal Glück haben, dass die Blutlinien "zusammenpassen", aber meist handelt es sich bei hochbewerteten Tieren um das Ergebnis einer Linienzucht, das in dieser Form nicht mehr ohne weiteres zu verbessern ist. Ein Spitzentier ist oft nur ein "Einzeltier". Was wir aber zur Anfangzucht benötigen, ist ein erbfester Stamm, der durch langsame Hinzuführung neuer Gene in die gewünschte Richtung gelenkt wird. Im Grunde ist eine solche Zuchtarbeit eine Sache von Jahrzehnten. Viel Fingerspitzengefühl sowie Verständnis für die Erblehre und deren züchterische Anwendung sind erforderlich.
Was hat der Züchter nun von seiner Rassekaninchenzucht?  Zum einen erfreut sich der begeisterte Züchter an der Schönheit seiner Kaninchen und am täglichen Umgang mit ihnen, zum anderen kann er seine eigenen Tiere mit denen anderer Züchter im Wettkampf an den Ausstellungen messen. Er bekommt kameradschaftlichen und züchterischen Kontakt mit anderen Züchterfreunden und -freundinnen, nimmt an Klubsitzungen teil, trifft Bekannte an Ausstellungen und hat viele Berührungspunkte mit Gleichgesinnten, woraus sich lebenslange Freundschaften ergeben können.

Die Kaninchenhaltung bringt ein Stück Lebensqualität auch als Ausgleich zum Alltag.


Haben Sie Fragen?
Unser Ehrenpräsident und Experte Franz Käser wird Ihre Fragen jederzeit und sehr gerne beantworten! 
E-Mail:  franzkaeser@bluewin.ch


Haben Sie Fragen?
Unser Ehrenpräsident und Experte Franz Käser wird Ihre Fragen jederzeit und sehr gerne beantworten! 
E-Mail:  franzkaeser@bluewin.ch

Tiervermittlungsstellen:
Franz Käser, Im Eich 23, 5742 Kölliken, Tel. P 062 726 30 07  G 062 737 03 96
Natel 079 483 08 64  E-Mail: franzkaeser@bluewin.ch

Hubert Bucher, Reussblickstrasse 65, 6038 Gisikon, Tel. P 041 320 99 50
Natel 078 811 11 69  E-Mail: hubi.bucher@bluemail.ch

Webmaster: Godi Käppeli - kaeppeli.werbung@bluewin.ch