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FÜTTERUNG

Besonderheiten in der Kaninchenfütterung
   

Man sagt, dass fünf bis sieben Wildkaninchen so viel wie ein Schaf fressen. Aber Kaninchen sind da weit grössere Leckermäuler, denn sie bevorzugen junge Pflanzen. Vorallem werden Süssgräser, Klee und Getreidepflanzen geäst. Auch Heidekräuter fressen sie. Junge Laubbäume werden beknappert und Sämlinge ausgescharrt. Junge Nadelhölzer werden verbissen. Giftige, stachlige, behaarte und nesselnde Pflanzen werden von Kaninchen nicht gefressen. Holunder ist vor ihnen sicher. Wildkaninchen äsen vorallem in der Dämmerung. Scheint am frühen Morgen hell die Sonne, so fressen sie besonders reichlich.

Unser Hauskaninchen ist im Grunde ein Dauerfresser, der ständig kleinere Mahlzeiten aufnimmt und dann wieder etwas anderes macht. Über den Tag verteilt sind dies Dutzende von Minutenmahlzeiten. So ist denn auch der Magen von geschlachteten Kaninchen eigentlich niemals ganz leer.

Das ständige Fressen hängt damit zusammen, dass der Mageninhalt weitertransportiert werden muss. Dies geschieht durch schichtweise Auflagerung neuer Nahrung und durch die Schwerkraft. Wenn das Kaninchen also eine Zeit lang keine Nahrung bekommt, kann dies zu Verdauungsstörungen führen. Durch das Fressen des Blinddarm- oder Vitaminkotes
kann auch eine Magenfüllung in den Fresspausen erreicht werden. Wenn unpünktlich oder in grossen Abständen gefüttert wird, kommt es zu sehr hastigem Fressen. Dadurch können allgemeine Darmstörungen, vorallem Blähungen ausgelöst werden. Der Züchter kann mit dem ständig vorrätigen Heu dem "Dauerfresser Kaninchen" entgegenkommen. Wie schon erwähnt, ist also vorallem die pünktliche Fütterung für Kaninchen lebensnotwendig.

Durch Fütterungsfehler kann auch die gefährliche Trommelsucht (Tympanie) begünstigt werden, die mit Magen- und Darmschleinhautentzündungen einhergeht und durch starken Kokzidienbefall noch verschlimmert wird. Im Grunde wird diese Krankheitserscheinung durch falsches Futter (welckes Grünzeug, viel Kohl, frisches Brot usw.) ausgelöst. Aber ein überladener Magen kann den Ausbruch der Krankheit durchaus begünstigen.  

Säugende Häsinnen sollten regelmässig mit Beigaben von Futterkalk, Mineralstoffmisch-
ungen und einwenig Viehsalz versorgt werden. Auch sonst sind Kaninchen dankbar für Lecksteine.

Wenn Futter nicht völlig einwandfrei ist, kommt es oft sofort zu Magen-Darm-Störungen. Der Halter und Züchter sollte dafür sorgen, dass stets nur optimales Futter ausgeteilt und gleichzeitig dadurch Beschäftigung der Tiere errreicht wird.

Das eigenartige Zahnwachstum und das Vorhandensein von Nagezähnen, die abgenutzt werden müssen, machen es notwendig, Kaninchen nagen zu lassen. Man "bekämpft" also nicht diesen Nagetrieb, indem man alles mit Blech beschlägt, sondern muss in erster Linie dafür sorgen, dass das Tier sein Nagebedürfnis zur eigenen Gesunderhaltung stillen kann. Denn so bleibt auch sein Gebiss in einwandfreiem Zustand. Nagebrett und Zweigwerk zum Banagen sind also unerlässlich. Altgebackenes, steinhart gewordenes Brot ist gleichfalls günstig. Niemals darf dieses jedoch schimmlig sein.

Auswachsende Zähne haben manchmal in Pflegeversäumnissen ihre Ursache. Dann aber kann nur noch der Tierarzt weiterhelfen.

Gibt man gekauftes Futter wie Obst, Gemüse, Wurzel- oder Hackfrüchte, so sollte man zumindest Obst und Gemüse gut abwaschen und trocknen lassen, ehe man es verfüttert. Wegen der heute allgemein verwendeten Pflanzenschutzmittel muss man bei gekauftem Futter dieser Art vorsichtig sein.

Vorsicht ist auch bei allen Futterumstellungen geboten. Langsames Umgewöhnen ist wichtig. Liegen gebliebenes Futter wird spätenstens bei der neuerlichen Fütterung entfernt. Auf dem Boden der Bucht liegendes Futter sollte man aus Gründen der Hygiene gleichfalls herausnehmen und wegwerfen. Die kommende Fütterung hält man dann knapper.

Beinwell (Comfrey) lässt man ein wenig anwelken, ehe man diese ungemein wertvolle Pflanze verfüttert. Dies hat den Vorteil, dass dann die Pflanze mit ihren starken Haaren nicht mehr sticht. Ausserdem kann man Beinwell klein schneiden und ins Weichfutter geben.

Man kann auch frische, junge Brennesseln und andere Pflanzen trocknen, pulverisieren und als äusserst wirkstoffreiche Ergänzung ins Weichfutter mischen, was vorallem für die Zucht günstig ist.

Nächstes Kapitel über Futtermittel folgt !




Das Beste bei Verdauungsstörungen !

Wirkt kein Beinwell, Wiesenblacke oder Medikament,
dann hilft hundertprozentig Aktifit, der Hit.
 

Met Aktifit sind Kaninchen - emmi - fit !                                        
                                                                                                                                              











Die Darmflora - das Ökosystem des Menschen und Kaninchens

Die Darmflora gehört zu den wichtigsten Abwehrsystemen im menschlichen und tier-ischen Körper. Billionen von kleinen Helfern (Milchsäurebakterien) halten dieses System aufrecht. Ihre Aufgabe ist es, das Gleichgewicht im Darm zu stabilisieren und gesund-heitsschädigende Mikroorganismen zu verdrängen. Das Lactobacillus (LGG), welches exklusiv in Aktifit enthalten ist, leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Aktifit mit der klinisch getesteten LGG-Kultur harmonisiert die Darmflora, stabilisiert die Verdauung und stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte.










Beinwell







Beinwell auch genannt:
Hasenbrot, Hasenlaub, Himmelsbrot
oder Honigblum










(stumpfblättriger Ampfer)
Wiesenblacke






Vor- und Rückseite der Wiesenblacke

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